Online-Dating ist immer noch in Mode und natürlich schon lange keine Randerscheinung mehr. Immer mehr Menschen treffen nicht das erste Mal offline, sondern online aufeinander. Für den weiteren Weg des Kennenlernens spielt es dann auch keine große Rolle, wie und wo der initiale Kontakt stattgefunden hat. Allerdings zeigt eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom: Mehr als drei Viertel der Befragten würden lieber offline als online jemanden kennenlernen. Gleichzeitig wissen 28 % der Nutzer von Online-Dating nicht, wie sie überhaupt jemanden außerhalb des Internets kennenlernen könnten.
Die Hälfte der befragten Internetnutzer (53 %) hat dabei schon Online-Dating ausprobiert. 63 % geben zudem an, das Flirten falle ihnen online leichter als offline. Weitere 62 % sind überzeugt, dass man auch beim Online-Dating die große Liebe finden könnte. Allerdings sagen eben auch 78 %, dass sie eine klassische Bekanntschaft bevorzugen und lieber jemanden im realen Leben kennenlernen würden. Auf die Goldwaage legen, solltet ihr die Ergebnisse aber nicht. Sie entstammen schließlich keiner wissenschaftlichen Studie, sondern einer grundsätzlich sehr fehleranfälligen Meinungsumfrage. Immerhin bekommt man hier aber einen groben Überblick.
Laut dieser Bitkom-Umfrage setzen dabei auch schon 19 % der Online-Dating-Nutzer KI für ihre Zwecke ein, um sich etwa bei Formulierungen im Chat unterstützen zu lassen. 18 % haben dabei schon KI eingesetzt, um sich Profilbilder generieren bzw. verbessern zu lassen. Da ist es nur logisch, dass umgekehrt 63 % der Befragten angeben, sie machen sich Sorgen auf KI-Matches zu treffen. Auf KI ruhen aber eben auch Hoffnungen: 45 % der Nutzer geben an, dass sie auf verbesserte Algorithmen und künstliche Intelligenz hoffen, um passendere Matches zu erhalten.
Im Hinterkopf sollte man dabei wohl beachten: Für Dating-Plattformen ist es formal besser, nicht das perfekte Match zu generieren, sondern eher ein temporäres, sodass ihr früher oder später wieder Dating-App zurückkehrt und nach Neuem hungert.
Online-Dating: Befragte geben an, langfristige Beziehungen zu suchen
Dabei geben 60 % der Nutzer an, eine langfristige Beziehung zu suchen. Hier ist aber auch zu beachten, dass die soziale Erwünschtheit ein Faktor bei der Antwort sein kann. Und meiner Erfahrung nach unterscheidet sich das tatsächliche Verhalten der User auf z. B. Tinder oft sehr von dem, was sie in ihren Profilen angeben. 30 % der Befragten sucht wiederum nach lockeren Flirts. Als eine Art Zeitvertreib sehen 28 % der Befragten das Online-Dating.
30 % der Befragten, die schon Online-Dating genutzt haben oder weiter nutzen, geben an, durch Online-Dating eine gerade bestehende Beziehung erreicht zu haben. Weitere 28 % geben an, durch Online-Dating schon einmal einen langfristigen Partner gefunden zu haben, doch die Beziehung besteht eben nicht mehr. 28 % hatten durch Dating-Plattformen auch schon einmal einen One-Night-Stand.
Zufrieden sind mit den kostenlosen Dating-Plattformen 59 % der befragten Nutzer. Von den Nutzern kostenpflichtiger Angebote geben sogar 73 % an, mit dem Gebotenen zufrieden zu sein. Fast ein Drittel derer, die bereits einmal online gedatet haben, gibt an, entsprechende Anwendungen regelmäßig zu deaktivieren oder zu löschen, nur um sie dann doch wieder zu nutzen (29 %). Das ist eben, wie ich schon erwähnte, natürlich ganz im Sinne der Plattformen.
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